Standard für Altorientalische Mövchen
Herkunft: In Kleinasien erzüchtet; sie gelangten von der Türkei über den Balkan um die
Jahrtausendwendel nach Deutschland und wurden 2006 erstmals in Nürnberg vorgestellt.
Gesamteindruck: Kurz, knapp mittelgroßes Mövchen, lebhaft, bestrümpft mit etwas aufgerichteter
Haltung und knapp mittellangem Schnabel.
Rassemerkmale:
Kopf: Länglich, hinter den Warzen gut gefüllt und im Profil eine mäßige Bogenlinie bildend, mit
leichtem Schnabel- Stirnwinkel, zwischen Schnabelansatz und Augen gut gefüllt, mit Spitzkappe, die
die Scheitellinie mindestens erreichen sollte.
Augen: Dunkel; Augenrand blass, wenig abgedeckt.
Schnabel: Knapp mittellang, an der Basis kräftig, gut geschlossen, bildet mit der Stirn einen leichten
Winkel, fleischfarbig. Warzen zart, weiß gepudert.
Hals: Voll aus dem Körper kommend, kurz, kräftig, in Positur leicht nach hinten durchgebogen,
Wamme und Jabot gut entwickelt.
Brust: Breit, gewölbt, etwas angehoben getragen.
Rücken: in den Schultern breit, nach hinten sich verjüngend, abfallend.
Flügel: Kräftig, geschlossen, den Rücken deckend, auf dem Schwanz getragen , nicht kreuzend.
Schwanz: Kurz und gut geschlossen.
Läufe: Knapp mittellang, bestrümpft.
Gefieder: Gut entwickelt, glatt anliegend.
Farbenschläge:
a)Satinetten mit Spiegelschwanz: Rot mit weißen Binden, Gelb mit weißen Binden, Blau mit weißen
Binden, Blaufahl mit weißen Binden, Braunfahl mit weißen Binden, Khakifahl mit weißen Binden,
Rotfahl mit weißen Binden, Gelbfahl mit weißen Binden, Rotgeschuppt, Gelbgeschuppt,
Blaugeschuppt, Blaufahlgeschuppt, Braunfahlgeschuppt, Khakifahlgeschuppt, Rotfahlgeschuppt,
Gelbfahlgeschuppt.
b)Satinetten mit gesäumtem Schwanz: Schwarzgesäumt, Dungesäumt, Rotgesäumt, Gelbgesäumt,
Braungesäumt, Khakigesäumt, Lavendelgesäumt, Cremegesäumt.
Farbe und Zeichnung: Am ganzen Körper weiß mit Ausnahme von Schild und Schwanz
(Anatolierscheckung). Von außen sind 5 bis 12 Schwingen weiß, wobei nur zwei weiße Schwingen
Unterschied gewünscht sind, sodass die Gleichmäßigkeit der Schildseiten nicht beeinträchtigt wird.
Etwas farbige Hosen- und Laufbefiederung sind gestattet.
Bei den spiegelschwänzigen Farbenschlägen wird eine möglichst durchgehende weiße
Spiegelzeichnung des Schwanzes (Schwanzbinde) und der Schwingen erwünscht.
Die weißen Binden sollen möglichst gleichmäßig gezogen und außer bei den Roten und Gelben mit
einem schmalen farbigen Saum begrenzt sein. Mit einer scharfen Schuppung mit deutlicher
Pfeilspitzzeichnung sowie mit einem schmalen und farbigen Saum sollen die Geschuppten ausgestattet
sein. Rot- und Gelbgeschuppte haben keinen Saum.
Bei den gesäumten Farbenschlägen sollen die Federn im Grund möglichst hell bis weißlich und auf
dem Flügelschild sowie auf den anteiligen farbigen Schwungfedern von schmaler, scharfer, farbiger
Endfedersäumung eingefasst sein. Aschfahle (Lavendelgesäumt) aschfarben mit schwach
angedeuteter roter Säumung und Hellaschfahle
(Cremegesäumt) mit schwach angedeuteter gelber Säumung.
Grobe Fehler: Übergröße, langer, schmaler Körper, Hängeflügel; zu abgeflachter Scheitel und
unvollständige Spitzkappe, fehlendes Jabot oder fehlende Kehl –
wamme; kurzer und sehr senkender
Schnabel; zuviel Rost in Binden odeSchuppung; zu unscharfe Säumung; grobe Farb- und
Zeichnungsmängel.
Bewertung: Gesamteindruck – Figur – Farbe und Zeichnung – Kopf und Schnabel –
Jabot – Fußbefiederung
Ringgröße: 8
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